chemoWir bieten in unserer Praxis die ambulante Diagnostik und Behandlung bösartiger Erkrankungen der Prostata, Niere, Nierenbecken und Harnleiter, Blase und Harnröhre sowie Penis und Hoden an.

Hierbei liegt ein besonderer Schwerpunkt in der

  • Diagnostik (Probenentnahme und Laboruntersuchung) von Krebserkrankungen
  • flexible Blasenspiegelung, Urinzytologie, NMP22 Test
  • Erörterung der möglichen Therapieoptionen (Operation, Bestrahlung, Medikation, Chemotherapie)
  • Auswahl der mitbehandelnden Kliniken und Kollegen, zum Beispiel im Rahmen Integrierter Versorgungsmodelle
  • Nachsorgeuntersuchung bei bestehenden Krebserkrankungen und nach Operationen
  • Unterstützung zur Überwindung postoperativer Folgezustände wie z.B. Anleitung zur Stoma- und Inkontinenztherapie oder bei Impotenz
  • Instillationsbehandlung (Spülung) von Medikamenten und Chemotherapeutika in Harnröhre und Blase bei Urotheltumoren (Blasentumoren)
  • Chemotherapie von Prostata und Hodenkarzinomen
  • antihormonellen Behandlung des Prostatakarzinoms (einfach, kombiniert, intermittierend)
  • Immunstimulationsbehandlung, z.B. Mistelbehandlung
  • Schmerztherapie

Hormonentzugstherapie

Ist ein Prostatakrebs nicht mehr heilbar, oder der betroffene Mann in einem Alter bzw. in einem Gesundheitszustand der keine Operation oder Strahlentherapie zulässt, wird die Hormonentzugstherapie angewendet. Da über 90% der Prostatakrebszellen das männliche Hormon Testosteron benötigen, um sich zu vermehren, kann durch den Entzug dieses Hormons der Krebs zurückgedrängt werden. Hierfür kann operativ der innere Anteil der Hoden entfernt werden, oder es wird ein Medikament unter die Bauchhaut gespritzt, welches die Hormonausschüttung blockiert. Mit dieserTherapie kann das Fortschreiten der Erkankung über Jahre blockiert werden. In einem Jahr wird diese Therapieform hundertfach in unserer Praxis angewandt. Verliert die Hormonentzugstherapie ihre Wirkungskraft, kann eine Chemotherapie angeschlossen werden.

Chemotherapie – Docetaxel

Seit einigen Jahren steht mit dem Wirkstoff Docetaxel ein potentes Mittel gegen den Prostatakrebs zur Verfügung. Docetaxel ist ein Wirkstoff aus der europäischen Eibe. Der Baum produziert ihn, um sich vor Schädlingen zu schützen. Im menschlichen Körper unterdrückt Docetaxel das Wachstum von bösartigen Zellen. Diese Chemotherapie kann in einer höheren Dosis alle 3 Wochen als Infusion gegeben werden, oder -niedrig dosiert- wöchentlich. In unserer Praxis wird diese Therapie mit gutem Erfolg angewandt.

Chemotherapie – Cabazitaxel

Cabazitaxel ist ein Wirkstoff aus der pazifischen Eibe, der angewandt wird, wenn Docetaxel keine Wirkung mehr auf die Krebszellen hat. Der Ablauf der Infusion ist ähnlich gestaltet wie bei Docetaxel, die verwendeten Dosen sind niedriger. Bei diesem Medikament muß routinemäßig eine Unterstützung der Bildung der weißen Blutkörperchen gegeben werden.

Abiraterone

Abiraterone ist ein neuer Wirkstoff der zur Anwendung kommt, wenn die Chemotherapie mit Docetaxel und Cabazitaxel keine Wirkung mehr zeigt. Das Medikament wird als Tablette eingegeben.

Enzalutamid

Enzalutamid ist ebenfalls ein neues Medikament in Tablettenform, das nach dem Einsatz einer Chemotherapie gegeben werden kann.

Chemotherapie – Carboplatin

Wurde bei einem Mann ein Hodentumor entfernt, der unter die Gruppe der sogenannten Seminome fällt, so kann an die Operation die Infusion des Wirkstoffes Carboplatin angeschlossen werden. Dies geschieht, um die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens des Tumor zu senken, sodass hier Heilungschancen von über 98% erreicht werden. Carboplatin wird in höherer Dosis als Einmalgabe infundiert.