Pumpkin SoupDie Prostata (Vorstehersrüse) ist ein kugelförmiges Organ im Beckendes Mannes unmittelbar unterhalb der Blase welches die Harnröhre umgibt.

Der hintere Teil der Prostata liegt unmittelbar am Enddarm und kann über den After getastet werden. Beim jungen Mann ist die Prostata etwa so groß wie eine Kastanie. Das Gewicht beträgt ca.12-20 Gramm. Die Prostata produziert zusammen mit den zwei benachbarten Samenblasen den weitaus größten Anteil der Samenflüssigkeit. Die aus den Hoden über die Samenleiter ankommenden Spermien werden hier mit dieser Flüssigkeit vermischt und aktiviert.
Gutartige Prostatavergrößerung:

Aufgrund hormoneller Veränderungen, einer erblichen und einer ernährungsbedingten Komponente vergrößert sich die Prostata im Laufe des Lebens. Dies führt oft früher oder später durch Kompression der Harnröhre, zu erschwertem Wasserlassen, Harnnachträufeln, Harndrang, nächtlichem Wasserlassen und Restharn in der Harnblase. Dieser Umstand wird dann als gutartiges Prostatasyndrom bezeichnet. Dieser Vorgang hat mit dem Prostatakrebs nichts gemeinsam.
Prostatakrebs:
Der Prostatakrebs befällt meist die zum Enddarm gelegenen Anteile der Drüse. Deshalb ist der Prostatakrebs, je nach Lage, als harter Knoten vom After aus tastbar. Diesen Umstand macht sich der Arzt bei der Vorsorgeuntersuchung zunutze. Leider ist nicht jedes Frühstadium tastbar. In den letzten Jahren fand man heraus, dass bei vorhandenem Prostatakrebs ein Eiweiß mit dem Namen „Prostataspezifisches Antigen“ (PSA) bei 90% der Betroffenen im Blut erhöht ist und man diesen Blutwert als sogenannten Tumormarker für Prostatakrebs nutzen kann. Ist das PSA im Serum erhöht, besteht der Verdacht auf Prostatakrebs. Auch Entzündungen der Prostata und eine ausgeprägte gutartige Vergrößerung können zu erhöhten Werten führen.

Prostatabiopsie:
Unter einer Biopsie versteht man eine Gewebeentnahme zur Untersuchung. Diese soll klären, ob eine vermutete Krankheit vorliegt oder nicht. Prostatakrebs ist gut behandelbar wenn man ihn früh genug erkennt Es besteht die Möglichkeit die Prostata total zu entfernen (radikale Prostatektomie), zu bestrahlen (Brachytherapie, Radiatio) oder antihormonell zu behandeln. Voraussetzung für eine Therapie ist aber eine gesicherte Diagnose. Als gesichert kann eine Diagnose nur gelten, wenn sie histologisch, also unter dem Mikroskop vom Pathologen gestellt wird. Bei dieser Untersuchung kann man auch Aussagen zur Schwere der Krankheit machen. Der Pathologe benötigt zur Beurteilung kleine Gewebszylinder der Prostata, die durch die Prostatabiopsie gewonnen werden können. Im Folgenden finden Sie unser Informationsblatt zur Prostatabiopsie.

Patienteninformation zur Gewebeprobe der Prostata:
Die Prostata ist eine Drüse unterhalb der Blase, die die Flüssigkeit für den Samenerguß produziert. Die Prostata kann vom Enddarm aus mit dem Finger getastet werden. Die Harnröhre läuft mitten durch die Prostata und ist in diesem Verlauf mit vielen kleinen Kanälchen mit der Prostata verbunden. Sinn der Gewebeprobe ist es, frühzeitig bösartige Veränderungen in der Prostata zu erfassen. Haben Sie bitte keine Angst! Für diesen Eingriff wird der Enddarm mit einem Gel desinfiziert und betäubt. Zudem wird Ihnen ein Schmerz- und Beruhigungsmittel gespritzt. Bei dem Eingriff wird mit einer Nadel vom Enddarm aus in die Prostata gestochen. Es werden zwischen 6 und 10 Proben entnommen. Nachher müssen Sie etwas ruhen und können die Praxis in Begleitung etwa 1 Stunde danach verlassen. Wegen des Beruhigungsmittels dürfen Sie 6 Stunden kein Auto fahren. Nach dem Eingriff kann für mehrere Tage bis zu 3 Wochen etwas Blut im Urin, im Samenerguss und auf dem Stuhlgang zu sehen sein. Dies ist normal und sollte Sie nicht beunruhigen. Tritt eine kräftigere Blutung auf, oder stellt sich Fieber ein, dann melden Sie sich bitte sofort unter meiner Telefonnummer.