Sehr geehrter Patient,

die gesetzliche Krankenkasse bietet Ihnen einen ausreichenden Versicherungsschutz im Krankheitsfall. Eine „Rundumversorgung“ bietet sie nicht.
Zahlreiche ärztliche Leistungen und Arzneimittel, die häufig durchaus zu empfehlen sind, werden von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen.

 

Krebsvorsorge:

Auch die gesetzliche Krebsvorsorge der Prostata ist nach heutigem medizinischem Wissensstand bei weitem nicht umfassend genug, um eine Früherkennung zu ermöglichen. Mit den Leistungen der Krankenkasse (Fragen an den Patienten, körperliche Untersuchung und Abtasten der Prostata, sowie, je nach Alter, das mitgeben von „Stuhlbriefen bzw. die Durchführung einer Darmspiegelung durch einen Internisten) können vom Urologen nur etwa 10-20% der Prostatakrebserkrankungen erkannt werden und auch dies meist nicht im Frühstadium. Andere Erkrankungen des Urogenitalsystems werden mit der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung überhaupt nicht erfasst. Nach allgemeiner Empfehlung des urologischen Berufsverbandes sollte die gesetzliche Vorsorge daher durch weitergehende Diagnostik ergänzt werden.Hierzu zählen:
Die PSA-Bestimmung (Prostata-Spezifisches Antigen) mittels einer Blutuntersuchung:
Hierbei kann ein Prostatakrebs oft schon in sehr frühem Stadium und weitaus sicherer als durch die Tastuntersuchung erkannt werden.
Die Ultraschall-Untersuchung der Nieren und der Harnblase:
Diese Untersuchung gehört nicht zur Vorsorge, ist aber unerlässlich um Erkrankungen dieser Organe zu erkennen.
Die Transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS):
Mit dieser Ultraschalluntersuchung vom Darm aus kann die Prostata noch genauer beurteilt werden.
Die Urinuntersuchung:
Durch einen Schnelltest können wir eine Entzündung, Blut, Eiweiß und auch Zucker im Urin erkennen. Unter dem Phasenkontrastmikroskop können diese Befunde noch genauer differenziert werden.
NMP22, BAT Test:
Mit diesen Tests lassen sich Eiweiße, die von bösartigen Zellen im Harntrakt produziert werden, frühzeitig erkennen.